Karibik 1996: Grenada - Martinique - St. Lucia

20.1.1996 Anreise

Anflug auf GRENADA

Während ich vor dem Abflug noch meinen Frühstückskaffee im Flughafen Schwechat trinke, kommen bereits meine vier Mitsegler.
Das sind: Susanne und Jacky sowie Vera und Sepp.
Diese Vier hatte Karl unser Skipper, bei der Törnanmeldung, als zwei sehr nette ältere Ehepaare beschrieben.
Inzwischen weiß ich auch, dass sie sich beruflich kennen, und bereits einen gemeinsamen Segeltörn in Griechenland hinter sich hatten.

Beim Treffen vor einer Woche hatten wir ja Gelegenheit uns etwas kennenzulernen.
Ich war jedoch damals von meiner Grippe so lädiert, dass ich nur eine dumpfe Erinnerung an einige Glühweine und berufliche Diskussionen zwischen Sepp und Jacky habe.

Während des Fluges nach London sind wir im ganzen Flieger verteilt. Erst in der Transithalle von Gatwick treffen wir einander wieder. Den kurzen Aufenthalt nützen wir zum Einkauf von so lebenswichtigen Dingen wie Whiskey und Zigaretten.

Den Flug über den Atlantik habe ich mir interessanter vorgestellt. Es gibt nur Wolken und stellenweise Meer zu sehen. Das Meer sieht aus dieser Höhe aus wie eine Wellglasplatte. Auch wenn ich genau hinsehe, kann ich keinerlei Bewegung feststellen. Wie wesentlich doch der Betrachtungsstandpunkt ist. Würde ich nämlich da unten schwimmen, dann sähe die Sache ganz anders aus.

In Antigua machen wir eine Zwischenlandung. Sepp schaut aus dem Fenster und mokiert sich darüber, wie hässlich er diese Insel findet. Vermutlich gehen in diesen Minuten alle seine Urlaubsträume den Bach hinunter. Immerhin hat er für diesen Urlaub seine Flugangst überwinden müssen. Nachdem die Hälfte der Passagiere ausgestiegen sind, fliegen wir noch eineinhalb Stunden bis Grenada.

Susanne erklärt uns nach der Landung, dass der Karl mit der Pausanias nicht im Haupthafen sondern in der Hartmann Bay vor Anker liegt. "Wir werden hier warten." sagt sie. "Karl wird sicher gleich mit einem Mietwagen kommen und uns abholen." Somit halten wir gespannt Ausschau nach dem Karl.
Aber selbst als die große überlange schwarze Limousine jemanden anderen als uns abholt, macht sich langsam Unruhe bemerkbar.
Ich freue mich über die Hitze und hoffe, dass mein Husten besser wird. Der Stress der vergangenen Tage wird bald einer urlaubsmäßigen Gelassenheit weichen.
Jacky wird jedoch immer nervöser. Er macht sich Sorgen um die Dunkelheit. "Wo bleibt er denn?" fragt er "In einer halben Stunde wird es Finster. Wie sollen wir dann das Boot finden?" Ich denke ein Manöverschluck kann da nicht schaden und biete Whisky an.
Während die Flasche reihum geht stell ich mir den Karl vor, wie er uns am Hafen lachend begrüßt und sich freut dass wir auch allein zum Schiff gefunden haben.
Susanne geht nun eine Karte von Grenada kaufen und wir beginnen mit einem der Taxifahrer, die uns schon seit der Ankunft belagern, zu verhandeln.


Hartman Bay

Als wir endlich in der Hartman Bay ankommen, ist es genau so wie ich gedacht habe.
Karl lacht freudig als er uns sieht. dass wir für das Taxi das Doppelte des üblichen Preises bezahlt haben, ist schnell vergessen. Jetzt wir erst einmal ein Begrüßungsbier getrunken. Zur Strafe fürs nicht Abholen bezahlt der Skipper.
Nun lerne ich auch das letzte Mitglied dieser Crew kennen. Leonhard ist schon seit November ( beneid,beneid ...) auf dem Schiff. Als rüstiger Pensionist ist für ihn jeder Tag Urlaub.

Nachdem der Skipper und ich auch Karl heißen gibt es schnell Verwirrung. Ich werde kurzerhand auf K2 umbenannt.
Wir bringen mit dem Beiboot unser Gepäck zum Schiff und ich falle fast ins Wasser als Karl eine Kurve macht. Schließlich sind alle einquartiert und der erste Urlaubstag geht dem Ende entgegen.


Informationspflichten lt. E-Commerce-Gesetz Valid XHTML 1.1! Valid CSS!
© Idee, Fotos, Graphik, Webdesign und Ausführung durch:  Karl Obermayer
Letzte Änderung: 9.3.2014
Platform: OTHER - Browser: MO5 Mozilla 5.0
DSVGO: Diese Seite verwendet KEINE Cookies und speichert KEINE Daten