M78 Kroatien-Törn: FREE Juni 2004

Mittwoch, 23.6.2004 Radtour (VIS):

Frühstücksjause

Schon wieder standen wir um sieben Uhr auf. Ich nannte das, was wir nun vor hatten "AKIVE INSELBESICHTIGUNG". Der Radverleih hatte aber noch zu. Um uns die Zeit zu vertreiben, suchten wir einen Bäcker und kauften Krapfen zum Frühstück. Kaffee, gabs leider Keinen, weil wir ja früh aufgestanden waren.

Katzen

Reinhard unser Katzenfreund, fotografierte inzwischen alle Katzen die ihm so über den Weg liefen.
Alle paar Meter blieb er mit den Worten: "Schaut, diese herzigen Kätzchen muß ich noch fotografieren." stehen.

Voodoo

Acht Uhr zehn: Nachdem jeder ein Rad ausgesucht hatte, gings los.
Das erste Teilstück war zirka acht Kilometer lang. Und dreihundertachtzig Höhenmeter lagen vor uns. Der Weg führte die einzige Hauptstrasse der Insel entlang, bergauf.
Nach kurzer Strecke, kamen wir an einem seltsamen Weingarten vorbei. Am Zaun hingen lauter Puppen. Vermutlich gibt es auf VIS Voodoo Anhänger.
Das sind die kleinen Überraschungen, welche diese ausgedehnten Landausflüge so interessant machen. Bei einem Segeltörn wo der Landausflug nur bis zur nächsten Kneipe reicht, gibt es das nicht zu sehen.

Aussicht nach KOMIZA

Vor uns lagen noch einige Kilometer langweiliger Asphaltstraße. Links und Rechts mehr oder weniger grün bewachsene Hänge, und das schmale, graue, aufwärts führende Asphaltband.
Als wir endlich den höchsten Teil dieses Stückes erreicht hatten, dachte ich: "Wow Leiwand!" und wischte mir den Schweiß von der Stirn. Hinter der letzten Kurve konnten wir ein tolles Panorama genießen. Vor uns lag der westliche Teil der Insel. Unten am Meer, der Ort KOMIZA und vor uns eine kurvenreiche Abfahrt von dreihundertachtzig Meter auf einen Meter Seehöhe hinunter.
Jeder trank noch einen großen Schluck aus der Wasserflasche, bevor wir uns da "runterlassen" konnten.

Abfahrt nach KOMIZA

Die Abfahrt nach KOMIZA war eine Freude. Mit (fast) vollem Tempo sausten wir die Serpentinen zum Meer hinunter.
Tja, manchmal sind es nur Kleinigkeiten die einen älteren Herren sich wie einen Jungen fühlen lassen.

KOMIZA

KOMIZA hatte einen netten kleinen Stadthafen. Es gab aber nur an der inneren Hälfte Mooringleinen. Die andere Hälfte der Yachten lag mit "Buganker und Heckleine" an der Mole. Franz war ganz begeistert "Ich bin froh, dass ich endlich einmal hierher komme." sagte er. "Nächstes Mal werde ich diesen Ort anlaufen. Hier ist es viel gemütlicher als drüben in VIS". Da hatte er sicher Recht. Und vermutlich flossen hier nicht die Abwässer direkt ins Hafenbecken.
Nach kurzer Diskussion beschlossen wir, KEINE Pause in einem der einladenden Lokale zu machen, sondern weiter zu Fahren.

Kurze Rast

Die Inselrundfahrt führte uns gleich wieder Bergauf. Nach einem kurzen, steilen, Schotterstück kamen wir wieder auf die Hauptstraße, die sich oben am Hang der Küste entlang schlängelte. Die Sonne stand inzwischen schon höher und es wurde immer heißer. Bei einer kurzen Trinkpause schauten wir noch einmal zurück nach Komiza. Laut Plan mussten wir noch ein paar Kilometer die sanft ansteigende Straße entlang fahren, bis wir nach ZENA GLAVA kamen.

ZENA GLAVA

Von dort sollte es laut Plan eine Route quer über die Insel zurück nach VIS geben.
Wir verließen nun die ausgebaute Asphaltstraße und fuhren von der Küste weg ins Landesinnere. Das Innere der Insel war sehr karg. Es gab einige kleine Höfe aus Steinbauten.
Inzwischen brannte die Sonne schon kräftig auf uns herunter. Die zweihundertfünfzig bis dreihundert Höhenmeter ließen uns ganz schön schwitzen.

Wo geht's lang

Für diese Schotterstrassen waren die Mountainbikes ideal. Die Schotterwege waren nicht so gut in der Karte eingezeichnet. Wir orientierten uns manchmal mehr nach dem Gefühl. Einmal mussten wir sogar ein ganzes Stück zurückfahren, nachdem uns eine Frau mit Händen und Füßen den Weg zur richtigen Abzweigung erklärte.

Schotterstraße

Die Route wurde immer anspruchsvoller. Die anfangs einigermaßen brauchbare Schotterstraße wurde immer unwegsamer. Bald rollten wir langsam, über große Steine steil bergab. Selbst Alfred, der ein routinierter Mountainbiker war meinte irgendwann: "Also so eine Strecke habe ich auch noch nie erlebt". Diese sog. Straße wurde auch lange nicht mehr befahren. Alle paar Meter spannte sich ein großes Spinnennetz über den Weg. Wir wechselten uns mit der Führung ab, denn der Erste musste durch die Netze brausen. Die Nachfolgenden hatten dann zumindest eine "spinnenfreie" Fahrt.


Insel VIS

Kurz nach Elf Uhr waren wir wieder zurück. Für zirka fünfundzwanzig Kilometer hatten wir drei Stunden gebraucht. Dafür, dass wir mit Mountainbikes und zum Teil über Stock und Stein gefahren waren, gar nicht so schlecht.

Nachdem die Räder wieder beim Radverleih waren, meldete sich der Durst und der Wunsch nach einem Bad. Franz machte sich auf den Weg zum Hafenkapitän um die Papiere zu holen. Reinhard, Alfred und ich setzten uns in eine Pizzeria am Kai und löschten den Durst. Außerdem tranken wir endlich den längst überfälligen Frühstückscapuccino.

Da an ein Bad in der verdreckten Bucht nicht zu denken war, fuhren wir ein kleines Stück zu einer Ankerbucht. Dort konnten wir nun bei einem ausgiebigen Bad im Meer ausspannen.



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© Fotos, Idee und Ausführung von Karl Obermayer
Die meisten Fotos stammen von Reinhard, Alfred, Franz und Karl Obermayer.
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Letzte Änderung: 9.3.2014
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