M78 Kroatien-Törn: FREE Juni 2004

Freitag, 25.6.2004 Kornaten:

Laufstrecke

Wieder einmal war um sieben Uhr Tagwache angesagt. Ein kleiner Morgenlauf stand auf dem Programm. Wie immer in Kroatien, ein Berglauf. Reinhard ist etwas zerstört ob der frühen Stunde. Unsere Route hatten wir auf einer "Seekarte!" grob ausgewählt. Unser Ziel war das Dorf ZEDNO auf zweihundert Metern Seehöhe. Der Weg dorthin führte über eine steile Schotterstraße. Zurück, liefen wir auf der offiziellen Sraße über Asphalt und dann ein paar Kilometer am Meer entlang zurück zur Marina.
Das war ein feiner Morgenkick. Nach einer Stunde zehn Minuten waren wir wieder zurück.
In der Marina duschten wir noch ausgiebig. Dann ohne Hast frühstück an Bord der FREE.

Jause an Bord

Abfahrt war halb elf Uhr. Es herrschte wieder Flaute.
Diesmal gab es auch keinen Wind am Nachmittag. Das bedeutete, dass wir die Strecke bis zu den Kornaten in einem Stück nur mit dem Motor zurücklegen mussten.
Die meiste Zeit steuerte der Autopilot.

Dosenpresse

Franz hatte sich ein recht praktisches Gerät zusammengebaut. Eine Dosenpresse. Damit werden Bierdosen auf ein kleines rundes Stück zusammen gepresst. Das Abfallvolumen reduziert sich beachtlich. Der Prototyp funktionierte so halbwegs. Einige Verbesserungsvorschläge mussten wir Franz schon noch unterbreiten.

Erste Inseln

Langsam kamen die ersten Inseln der Kornaten in Sicht. Von Hier hatten wir nur mehr ein kleines Stück zu fahren. Unser Ziel war eine kleine Insel, die noch nicht zu sehen war. Die Kornaten sind ein beliebtes Segelrevier. Meistens fahren sehr viele Yachten hier herum.


Um fünf Uhr erreichten wir die Insel KAMENI ZAKAN in den Kornaten

KAMENI ZAKAN

Hier gab es einen sog. "National Park Entry Point". Die Kornaten sind ein Nationalpark für den Eintritt bezahlt werden muß. Es dauerte auch nicht sehr lange, bis der Kassier kam und uns fünfzig KUNA (acht Euro) pro Person abknöpfte.
Die Insel schaut aus wie ein Schmetterling mit zwei schönen Buchten. Jede Bucht hatte auch eine Restauration, die an Land etwa fünfzig Meter von einander entfernt waren. Die Bucht, in der wir mit einer Mooringleine festmachten, ist eine Außenstelle der Marina-HRAMINA.


Insel Besteigung

Nach dem Anlegen gingen wir erst einmal auf ein schnelles Anlegerbier in die Kneipe.
Dann zog es uns auf "den Berg auffi". Der Anstieg auf die flache Kuppe erwies sich schwieriger als gedacht. Oder war etwa nur die Perspektive etwas verzerrt?

Gipfelfoto

Als wir den "Gipfel" erreicht hatten, bot sich der erwartet schöne Ausblick auf die Inseln.
Wir alberten noch ein wenig herum und gingen dann wieder runter, da sich langsam ein leeres Gefühl im Magen bemerkbar machte.

Kaffee

Weil es gerade so schön war: "Was hält ihr von einem Capuccino im Lokal unten?" schlug ich beim Runtergehen vor. "Na klar. Warum nicht" war die Antwort.
Wir hatten nichts zu versäumen. Langsam wurde uns bewusst, dass Morgen der letzte Tag auf See war. Die letzten paar Tage waren rasend schnell vergangen. Es gab immer etwas zu tun. Da auch sehr viel Zeit zum "Nichtstun" war, empfand Keiner den Urlaub als Anstrengend.
Ich denke, dass diese Mischung aus Faulenzen und Aktivität das Segeln so attraktiv macht.

Sysiphos

Zurück an Bord, sagte Franz: "Ich würde ganz gerne den neuen Schriftzug auf das Boot kleben." Also nichts wie los. Ein paar Aufkleber anbringen kann ja nicht so schwer sein.

FREE

Reinhard entfernte den mit Klebestreifen angeklebten Zettel. Leider löste sich der Klebestreifen nicht mehr von der Polyester Oberfläche. Er erbte eine Sysiphus Arbeit. Millimeter für Millimeter löste er die Reste mit dem Stanlymesser ab.
In der Zwischenzeit putzte ich mit Alfred die Bug-Seitenwände. Dann klebten wir die großen "FREE" Aufkleber an beiden Seiten an. Letztendlich wurde auch Reinhard fertig und der Schiffsname prangte am Heck.


Fischerboot

Inzwischen war Alfred in der Kombüse verschwunden um Spaghetti zu kochen. Die Mägen knurrten schon recht laut.

Am Abend lief ein Fischerboot, verfolgt von hunderten Möwen, in die Bucht ein. Die Fischer gingen an der Mole längsseits. Interessiert schauten alle Leute auf den Fang. Die Ausbeute war jedoch enttäuschend gering. Das große Schiff brachte nicht mehr als das kleine Häufchen Fisch aus dem Wasser. Davon wurde auch noch ein großer Teil wieder ins Wasser geworfen. Darauf stürzten sich sofort die wartenden Möwen.
Erschreckend, wie die Adria bereits leer gefischt war.


Sonnenuntergang

Bevor es noch ganz Dunkel wurde, bestieg Reinhard noch mal den Hügel um den Sonnenuntergang zu fotografieren.

Die Insel hatte zwei nebeneinander liegende Lokale. Das Nähere kannten wir schon. Also wollten wir auch das Zweite besuchen. Jetzt wo das Boot auch weithin sichtbar einen Schiffsnamen hatte, gingen wir zur "Schiffstaufe" rüber. Der Weg war zwar nicht sehr weit, im Dunkeln tappten wir trotzdem unsicher herum.


Nach ein paar Gläsern Rotwein sagte Reinhard: "So und jetzt gehen wir noch mal rüber, und essen noch ein paar Schokopalatschinken bevor wir an Bord gehen". Die Idee war ja sehr gut, nur hatten wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht. "Leider ist die Küche schon geschlossen" sagte Dieser. Solange es noch was zu Trinken gab, konnten wir das verschmerzen. "Na dann bringen sie uns eben einen Liter Roten" meinte der Skipper.
Und damit, ließen wir den Tag ausklingen.


Informationspflichten lt. E-Commerce-Gesetz Valid XHTML 1.1! Valid CSS!
© Fotos, Idee und Ausführung von Karl Obermayer
Die meisten Fotos stammen von Reinhard, Alfred, Franz und Karl Obermayer.
Alle Fotos dürfen nur nach ausdrücklicher Genehmigung weiterverwendet werden.
Letzte Änderung: 9.3.2014
Platform: OTHER - Browser: MO5 Mozilla 5.0
DSVGO: Diese Seite verwendet KEINE Cookies und speichert KEINE Daten